Unser tägliches Brot gib uns heute

Dialog zweier Pfarrer zum Schulanfang.

(1) und (2) kommen nach vorne mit ihren Lehrertaschen.

(1) Liebe Schulkinder, wir haben beide unsere Lehrertaschen mitgebracht. So wie ihr eure Ranzen mitgebracht habt. Ihr habt ja außerdem eine Zuckertüte mitgebracht. Leider kriegen wir zwei keine Zuckertüte mehr.
Heute habt ihr alle Zuckertüten bekommen. Morgen bringt ihr keine mehr mit und nehmt den Schulranzen mit.

(2) Schade eigentlich.

(1) Dafür haben haben wir jeder was in den Ranzen gepackt was man täglich braucht, unbedingt. Sachen, die mindestens so wichtig sind, wie Stifte und Hefte, wenn nicht noch wichtiger.
(Kramt in seiner Tasche). Holt eine Brotdose heraus und hält sie hoch in die Luft.
Das ist so etwas. Meine Brotdose. Jeden Morgen in der Schule, um 9.20, holen wir alle gemeinsam unser Brot heraus. Dann frühstücken wir gemeinsam in der Klasse. Ohne Brot und was zu trjnken wollte ich nicht in die Schule.

(2) Ich auch nicht.
(Teilen das Brot).
Zuhause ginge es auch blöd ohne Essen und zu Trinken. Das brauche ich jeden Tag. Ich habe auch was in der Tasche Kinder und Lehrer jeden Tag brauchen.
(Kramt in seinem Schulranzen. Holt eine Jacke hervor.)
Hier habe ich auch was Wichtiges. Mindestens so wichtig wie dein Brot. Was zum Anziehen. Meine kuschelige Jacke). Die hält mich warm. Anziehsachen brauche ich. Für den Sommer, für den Herbst und schön warm im Winter. Brauche ich genauso wie das Brot, dass du jeden Tag mit in die Schule bringst.

(1) Jetzt hast du was gefunden. Aber meine Tasche ist auch noch nicht leer. Guck mal hier.
Holt einen Regenschirm hervor, spannt ihn auf und hält ihn über beide Köpfe.

(2) Hier regnet es doch nicht! Was willst du denn damit.

(1) Na ja, eigentlich wollte ich unser Haus mitbringen in dem ich wohne. Aber es hat nicht in meine Tasche gepasst.

(2) Ach?

(1) Ja und deshalb hier mein Regenschirm. Für das Haus. Ich brauch ein Dach über dem Kopf und du auch. Und Ihr auch!. Bevor ihr die Hefte aufschlagt und die Stifte anspitzt, braucht ihr ein Dach über dem Kopf sonst regnet es herein. Das Dach war mir aber zu schwer für die Tasche, deshalb habe ich den Regenschirm mitgebracht.

(2) Kramt in seiner Tasche. Holt ein Freundschaftsbändchen heraus.

(1) Jetzt hast du aber was Komisches mitgebracht. Was ist das?

(2) Meine Freunde hätten halt nicht in den Ranzen gepasst. Und deshalb habe ich das Freundschaftsbändchen mitgebracht. Als Zeichen für meine Freunde

(1) Wieso?

(2) Na, in die Tasche sollten doch Sachen, die man täglich braucht. Freunde braucht man. Du bist mein Freund, aber du passt nicht in die Tasche. Deshalb ich ein Freundschaftsbändchen mitgebracht. Hier kannst du haben, schenke ich dir.

(1) Danke!

(2) Hast du noch was?

(1) Schon, jede Menge Sachen, die ich täglich brauche: Gutes Waser gutes Land, gute Nachbarn gutes Wetter …

(2) meine Familie, Gute Nachbarn,  …

(1) Die passt aber nicht in unsere Taschen.

(2) Ich bin aber dankbar dass ich das alle habe Ist aber trotzdem gut, wenn man sich das ab und zu mal klar macht. Zum Beispiel wenn man sein Frühstücksbrot ist.

(1) Hat ja auch nicht jeder,  Zu Essen, ein Dach über dem Kopf.

(2) Nein, das hat nicht jeder, auch nicht jedes Kind. Leider.

(1) Jesus hat deshalb gesagt, das gut ist darum zu bitten für uns selbst und für andere.

(2) Und wie lautet seine Bitte?

(1) „Unser tägliches Brot gib uns heute!

(2) Und gute Freunde -. Und gute Freunde gib uns täglich

(1) Und eine kuschelige Jacke – und eine kuschelige Jacke

(2) Und ein Dach über dem Kopf bitte .

(1) Für mich und alle anderen –

(2) für mich und alle anderen. Amen.

 

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